PVT und Geothermie kombiniert im Neubau Gymnasium Herrsching
Beim Neubau des Gymnasiums in Herrsching am Ammersee wurde ein zukunftsweisendes Energiekonzept umgesetzt, das Photovoltaik-Thermie (PVT) mit Geothermie kombiniert. Ziel war es, einen hohen Anteil erneuerbarer Energie zu realisieren – trotz begrenzter Flächen und wasserrechtlicher Vorgaben.
Projekt: Neubau Gymnasium Herrsching am Ammersee
228 PRISMA® PVT RBX Module à 450 W
56 Erdsonden à 90 m Tiefe
Wärmepumpe: 290 kW
Gaskessel: 290 kW (80/60 °C)
Elektrische Leistung PVT-Anlage: ca. 103 kWp
Montage: KW 8 / 2026
Hybridlösung aus PVT, Geothermie und Wärmepumpe für ein kommunales Großprojekt
Reduzierung des Erdsondenfeldes durch PVT
In der ursprünglichen Planung wurde ein Erdsondenfeld mit 75 Sonden vorgesehen. Aufgrund begrenzter Flächen sowie wasserrechtlicher Vorgaben konnte diese Auslegung jedoch nicht umgesetzt werden.
Die Lösung war die Ergänzung durch eine PVT-Anlage als zweite regenerative Energiequelle. Durch den Einsatz von 228 PRISMA® PVT RBX Modulen konnte das Erdsondenfeld auf 56 Sonden reduziert werden – eine Verringerung um rund 25 %. Gleichzeitig liefert die Anlage mit rund 103 kWp einen relevanten Beitrag zur Stromversorgung des Schulbetriebs.
Effiziente Kombination von Wärme- und Stromerzeugung
Die eingesetzten Hybridkollektoren erzeugen neben Strom auch nutzbare Wärme. Über einen Roll-Bond-Absorber wird die Abwärme der PV-Module aufgenommen und als Quellenergie für die Sole-Wärmepumpe genutzt.
Gleichzeitig führt die Kühlung der PV-Module zu einem verbesserten Stromertrag. So entsteht ein System, das thermische und elektrische Energiegewinnung effizient miteinander verbindet und die Gesamtleistung der Anlage erhöht.
Hybrides Energiekonzept
Die Energieversorgung basiert auf dem Zusammenspiel mehrerer Komponenten: Die Wärmepumpe mit 290 kW deckt rund 70 % der Heizleistung, während ein 290 kW Gaskessel Spitzenlasten sowie die Warmwasserbereitung (bis 80 °C) übernimmt.
Die erzeugte Energie wird über definierte Übergabe- und Verteilerpunkte in die Heizkreise eingebracht. Durch diese Kombination entsteht ein hybrides Versorgungssystem mit hoher Betriebssicherheit und Flexibilität.
Regeneration und langfristige Systemstabilität
Außerhalb der Heizperiode wird die durch die PVT-Anlage gewonnene Wärme zur Regeneration des Erdsondenfeldes genutzt. Gleichzeitig erfolgt die Gebäudekühlung über das Sondenfeld. Während der Heizsaison dienen die PVT-Module zusammen mit den Erdsonden als Energiequelle für die Wärmepumpe und tragen so zur regenerativen Wärmeversorgung des Gebäudes bei. Auf diese Weise übernimmt die PVT-Anlage im Jahresverlauf unterschiedliche Funktionen innerhalb des Gesamtsystems.

Alle auf dieser Seite dargestellten Bilder mit freundlicher Genehmigung der
Taranis Energie GmbH.


